Kaufnebenkosten und Eigenkapital
Die interessante Zahl ist nicht die Summe der Nebenkosten, sondern das Bargeld. Deutsche Banken finanzieren die Immobilie und nicht die Kosten ihres Erwerbs: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler kommen aus dem Eigenkapital. Wer 60.000 Euro gespart hat und eine Wohnung für 300.000 Euro ansieht, liest eine 80-Prozent-Finanzierung als komfortabel und ist rund 47.000 Euro zu knapp — bevor überhaupt über Möbel gesprochen wurde. Die Grunderwerbsteuer allein reicht von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Nordrhein-Westfalen; auf denselben Kaufpreis sind das 9.000 Euro Unterschied, entschieden allein durch die Landesgrenze. Die Sätze sind hier hinterlegt und überschreibbar, weil Länder sie ändern und eine fest eingebaute Tabelle still veraltet. Und die Maklercourtage teilen sich seit 2020 Käufer und Verkäufer (§§ 656c, 656d BGB) — Ihr Anteil ist in der Regel die Hälfte, nicht das Ganze.